Es ist diese Nacht, wenn der Sturm aufbraust, durch die Blätter weht und dir leise zuflüstert.
Dieser Sturm, der deine Gedanken hochwirbeln lässt und sie durcheinander bläst, dann fühlt es sich an wie tanzende Blätter in der Luft, doch es ist ganz und gar nicht so schön, wie es aussehen mag.
Und du weißt, was da zu tun ist, aber du willst es nicht. Es ist nie das, was du willst und das wird es auch nie sein.
Es kam, ja dieses Es. Es stutze die Flügel eines wunderschönen Engels, ließ ihn hinabgleiten und tief fallen und herunterprallen auf diese grausame Erde - er zerschellte wie Glas auf Asphalt. Wer kümmter sich heute noch um Engel? - Ich will es sein ! Und doch will ich es nicht tun. Denn so fiel ich selbst, wenn auch nicht so tief, doch es bleibt heute keine Zeit mehr um meine Wunde zu lecken, Engel kratzen fest.
Ich will ihn zusammenflicken, halten und tragen bishin zu meinem Bette, ich will ihn pflegen und umhegen, bis ich endgültig falle, bis ich erneut stürze, bis ich stürze vor dem Bette und dann kann ich des Engels Hand halten und mein letztes Augenlicht wird strahlend sehen, den Engel, der auferstand wie Romeo. Wie Romeo, der träumt, er sei tot, doch sein Mädchen kam und hauchte ihm so viel Liebe ein mit ihren Küssen, dass er vom Tode erstand und Kaiser ward.
So wird es wohl sein.
Und dann wird er wegfliegen und die Welt erhellt von Freude, wird aufblicken und ihm nachsehen, während ich meine Augen lächelnd schließe und mein Herz diese wunderschöne Last niederlegt, der Schmerz meiner Seele wird hinweggetragen von tausend kleinen Lichtern und Freiheit füllt meine Lunge, sodass der letzte Atemstoß gleich eines Sogs von unglaublicher Macht lässt los, was ich schon lange nicht mehr halten kann.
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